Haarausfall behandeln

Mann mit Geheimratsecken Haarausfall behandeln

1.   AC Therapie - zur Behandlung von Haarausfall 

Lange herrschte die Meinung, dass Haarausfall vorzugswise genetisch bedingt ist. In den vergangenen Jahren konnten Studien belegen, dass dem nicht ganz so ist. Man konnte feststellen, dass bei vielen Menschen, die an Haarausfall leiden eine erhöhte Spannung der Kopfmuskulatur zugrunde liegt.

Es gib verschiedene Gründe warum die Haarwurzel weniger mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Verspannungen der Kopfaut kann eine der Haarausfall-Ursachen sein. Die Folge ist der sog.  Spannungsharausfall.

Was ist die Ursache für eine erhöhte Spannung der Kopfmuskulatur?

Stress durch hohe Belastungen in der Arbeit oder im privaten Umfeld, lange Arbeitsphasen am Bildschirm führen unbewusst zu einer verstärkten Kontraktion der Kopfmuskulatur. Starke psychische Anspannung führt allgemein zu einem erhöhten Tonus der gesamten Muskulatur, folglich auch der Kopfmuskulatur. Manchmal sind auch plötzlich eintretende, stark emotionale Stresssituationen Auslöser von Haarausfall.

Die Patienten klagen häufig über Kribbeln und Jucken der Kopfhaut. In extremeren Fällen kommt es sogar zu Schmerzen der Haarwurzeln. Diese Symptome werden als sehr unangenehm empfunden. Oft stehen sie im Vordergrund, weniger der Haarausfall.

Welche Muskeln sind bei spannungsbedingtem Haarausfall betroffen?

Der Mensch besitzt auf der Kopfhaut (ausgenommen die Gesichtmuskulatur) drei Muskeln, die wesentlich zum spannungsbedingtem Haarausfall führen können. Es handelt sich hierbei um

  1. den zweigeteilten Stirnmuskel (Musculus frontalis).
  2. den seitlichen Scheitelmuskel (Musculus temporoparietalis) oberhalb der Ohren.
  3. dem ebenso zweigeteilten Hinterhauptsmuskel (Musculus occipitalis).

Diese Muskelgruppe umschließt den Schädel wie eine übergestülpte Kappe; die Muskeln liegen direkt auf dem Schädelknochen.

  • Anatomie Kopfmuskulatur Mann vorne
  • Kopfmuskulatur Anatomie Mann seite

Die EMG Messung

Zur Feststellung, ob ein Patient, der an Haarausfall leidet, auch eine erhöhte Spannung der Kopfmuskulatur aufweist, steht die Messung der Kopfmuskelspannung mittels EMG im Vordergrund. Ein speziell für diese Fragestellung entwickeltes Gerät gibt uns rasch und sehr genau Aufschluss über die Höhe der Spannung. Drei kleine Elektroden werden auf die Stirn positioniert und die Werte unter Ruhebedingungen und unter Anspannung gemessen.

Oft ist bereits der Ruhetonus stark erhöht. Die Provokation von geistiger Anspannung durch zu lösende Rechenaufgaben führt zu einem weiteren Anstieg. Manche Patienten, die zunächst normale Werte aufweisen, reagieren bei geistiger Anspannung mit einem signifikanten Anstieg der Spannung.

Die Behandlung

Diese Behandlung kommt nur für Patienten in Frage, die erhöhte Werte bei der EMG Messung zeigen. Liegen die Werte im Normbereich, so kommt für diese Patienten die AC Therapie nicht in Betracht. Eine alternative Behandlungsmethode ist die Eigenbluttherapie oder auch PRP Threapie genannt.

Wie und womit wird behandelt?

Zeil der Behandlung ist es, die erhöhte Spannung der Kopfmuskulatur in einen Bereich zu senken, wodurch wieder eine verbesserte Durchblutung und somit eine bessere Versorgung der Haarwurzeln mit Sauerstoff und den notwendigen Nahrungsstoffen erreicht wird. Die Folge ist die Regeneration der Haarwurzeln, das Stoppen des Haarausfalls und gegebenenfalls die Förderung neuen Haarwuchses.

Um die erhöhte Muskelspannung zu reduzieren, werden die drei betroffenen Muskeln mit Botulinumtoxin behandelt. Es erfolgen mehrere Stiche mit feinsten Nadeln in die Muskeln, um möglichst den gesamten Muskel zu entspannen. Die Behandlung erfolgt zügig, die Schmerzbelastung ist niedrig.

Nach 2 bis 3 Wochen erfolgt eine Kontrollmessung der Spannung. Diese sollte sich in einem Bereich eingependelt haben, der die Erholung der Haarwurzeln ermöglichen kann. Ist dieser Wert nicht erreicht, sollte mit geringerer Dosis nachinjiziert werden. Bei manchen Patienten bleiben die Spannungswerte trotz Behandlung mit Botox hoch. 

  • Minimal Invasiv
  • Spritze in die Kopfmuskulatur
  • 2 - 3 Wochen Kontrollmessung
  • Zeitversetzte Wirkung auf Haarzyklus

Wie oft muss diese Art der Behandlung durchgeführt werden?

Der Patient sollte sich auf eine Therapie einstellen, die sich über ein Jahr erstreckt. Alle 3-4 Monate wird erneut behandelt. Der Grund liegt darin, dass das Haarwachstum einem Zyklus von 3 Phasen unterliegt

  1. Wachtumsphase Haar
  2. Ruhephase Haar
  3. Abbauphase Haar

Das bedeutet, dass sich zum Zeitpunkt der Behandlung mit Botox nicht alle Haarwurzeln in der gleichen Phase befinden, und man infolgedessen mehrmals behandeln muss, um möglichst viele Haarwurzeln in der Wachstumsphase zu erreichen.

Was sollte der Patient zusätzlich tun?

Mit der Herabsenkung der Spannung kann der Haarausfall gestoppt werden. Die Ursache hierfür ist damit aber nicht behoben. So ist es ratsam, von Seiten des Patienten, zu versuchen, die stressverursachenden Faktoren zu reduzieren.

Dies kann in Form von Erlernen spezieller Entspannungsübungen (autogenes Traning, Yoga, progressive Muskelrelaxation) oder durch Sportarten, die Spaß machen gelingen. Häufig kommt der Haarausfall zum Erliegen, wenn sich die Lebenssituation des Patienten positiv verändert.

Fazit

Diese Behandlungsmethode ist eine Möglichkeit, sofern ein "Spannungshaarausfall" vorliegt und nicht krankhaft bedingt ist. Ein Indikator kann sein, wenn in Phasen von  Stress und hoher Belastung Haare ausfallen. Die Behandlung der Kopfmuskeln mit Botulinumtoxin zum Stoppen des Haarausfalls behebt nicht die Ursache.

Weitere Informationen

2. Haarausfall behandeln mittels Eigenbluttherapie / PRP- Therapie

Die Behandlung von Haarausfall für Frau und Mann mit Eigenblut ist im Bereich der Mesotherapie einzuordnen. Die Eigenbluttherapie ist eine alternative Möglichkeit die Haarwurzel mit "neuer Energie" zu versorgen. Es stellt eine natürliche Methode dar, denn es wird aus körpereigenen Blut plättchenreiches Plasma gewonnen.

Das Plasma wird in die Haut - dem Subkutangewebe - gespritzt. Das Ziel ist das regenartives Potenzial vom Plasma zu nutzen mit verschiedenen postiven Wachstumsfaktoren für die Haarwurzeln.

Ein Erfolg bei dieser Therapie kann nur bei "lebenden" Haarwurzeln verzeichnet werden. Entgegen der klassischen Mesotherapie, wird die PRP Therapie in längeren Abständen durchgeführt. Bei der Eigenbluttherapie für die Haare sind erfahrungsgemäß 4 bis 6 Sitzungen mit Injektionen zu planen.

Was kann behandelt werden

  • Bei partiellem Haarverlust (erblich oder diffusem Haarausfall)
  • Bei schütterem Haar zur Verdichtung
  • Bei Geheimratsecken
  • Bei lichter werdendem Haaransatz

Blutplasma PRP gegen Haarausfall

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